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Mit einem Euro in 10 Minuten zum Millionär?

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Welches E-Mail öffnen Sie? Das vom unbekannten Absender oder eher das von einem Geschäfts- oder privaten Freund?

E-Mail Marketing: Mit einem Euro in 10 Minuten zum Millionär?

Schon 1998 war klar, wer der große Verlierer ist: Die gelbe Post, spöttisch auch Schneckenpost genannt. Tatsächlich hat die Post unglaublich viel im Geschäftsverkehr verloren. Denn ein E-Mail kostet "nur" ein bisschen Strom, ein Brief teures Porto. So hat sich auch die ganze Werbebranche auf E-Mail Marketing gestürzt. Um 1´000 Interessenten zu erreichen, war man Kosten von mehr als 1"000 Euro gewohnt, inkl. Porto, Druckkosten, Kuvertierung usw. Und jetzt nur noch 35 Euro für 1´000 Empfänger! Brillant!
Dachte man. Und die ersten hatten auch einen prächtigen Erfolg.
E-Mails: Kommunikations- oder Werbekanal?
Und heute? Mal ehrlich, welches E-Mail öffnen Sie? Das vom unbekannten Absender (vermutlich Spam) oder eher das von einem Geschäfts- oder privaten Freund (kenne ich, was will er jetzt)?

Irrtum aufgeklärt:
E-Mail ist primär ein Kommunikationskanal und nicht wie oft angenommen wir ein Werbekanal.

Damit ein Werbe E-Mail überhaupt ankommt, muss es ganz schön kämpfen. Einfach mal so 50´000 E-Mail zu versenden, macht die Anti-Spam-Server höllisch munter. Eine Nachricht mit "verdächtigen" Werbeworten wird schon beim Provider gefiltert. Am Ende entscheiden Sie im Bruchteil einer Sekunde ob dies Spam ist. Vorausgesetzt das nicht schon Ihr Programm das E-Mail ganz automatisch abgeschossen hat. Der reinste Krieg.

Was sind die Grundregeln für erfolgreiches E-Mal Marketing?

Die Betreff-Zeile
Beobachten Sie Ihr eigenes Verhalten. Sieht die Betreffzeile nach Werbung aus für ein Thema, dass Sie nicht interessiert? Dann werden Sie das Mail löschen ohne es zu öffnen, denn Sie haben Wichtigeres zu tun. Die Betreffzeile ist somit der wichtigste Teil Ihres Mail und Sie haben nur 60 Zeichen, um einen Leser zum Öffnen zu motivieren.

Der Inhalt
Ziel des Inhalts ist, den Leser zu einer Aktion zu motivieren, im Fachjargon "Call to Action" genannt. Im Idealfall auf einen Bestellknopf klicken, sich zu registrieren oder seine Meinung mitzuteilen. Das macht der Leser aber nur, wenn er auch ein Incentive erhält. Das kann ein Preisnachlass sein, Teilnahme an einem Gewinnspiel, Antwort auf eine Frage. Vorzugsweise zeitlich limitiert, denn sonst wird auf später verschoben und später ist oft nie.

Die E-Mail Adressen
Gültige E-Mail Adressen von Konsumenten sind nicht käuflich. Man kann sie allenfalls mieten.
Gute E-Mail Adressen sind Top-Secret!
Sie können für ein paar Euro durchaus mehrere Millionen Adressen kaufen. Doch diese Adressen sind einfach tot, weil jeder Spam-Server sie kennt. Die Empfänger haben schon längst ihre Adresse geändert. Spätestens nach dem 200sten Werbemail seit letzten Montag Vormittag. Die guten, "Top-Secret" Adressen gehören einem Unternehmen. Sehr häufig werden diese Adressen über Gewinnspiele gewonnen. Der Unternehmer lobt einen Preis aus, z.B. ein iPad, ein Reise oder gar ein Auto. Die Teilnehmer registrieren sich und hinterlassen dabei Informationen über Interessengebiete oder auch Altersangaben. Diese Angaben stimmen oft, aber nicht immer. Klar ist auch, dass Gewinnspielteilnehmer nicht die ideale Zielgruppe für hochwertige Investitionsgüter sind.

Ganz selten gibt es auch Kundenadressen. Allerdings sind die gesetzlichen Auflagen zum Datenschutz so hoch, dass nur wenige zur Verfügung stehen. Und sind Sie mal ehrlich: Würden Sie Ihrem Wettbewerber Ihre Kunden E-Mail Adressen überlassen? Kaum, es sei denn, Sie planen Ihr Geschäft aufzugeben.

Würde ein Unternehmer seine "Top-Secret" Adressen aus der Hand geben, wären die Adressen innerhalb weniger Stunden wertlos. Denn nichts lässt sich leichter kopieren als eine Datei mit 100´000 Adressen.

Deshalb werden nur E-Mail Kampagnen oder Newsletter Versand angeboten. Der Absender ist der Unternehmer, dem die Adressen gehören. Er versendet Ihre E-Mails. Nicht täglich, sondern nur so oft es seine Kunden vertragen ohne sich genervt zu fühlen.

Sie erhalten nur einen Versandbericht. Dieser Report gibt Aufschluss über den Versandzeitpunkt, Menge, Anzahl der geöffneten E-Mails und der E-Mails, die einen "Call to Action" ausgelöst haben, also ein Link im E-Mail angeklickt wurde.

Die Statistik: Über Öffnungs- und Klickrate
Jetzt fragen Sie sich, wie hoch ist denn die Öffnungsrate, also der Anteil der Empfänger, die das E-Mail tatsächlich geöffnet haben? Da sind wir wieder beim ersten Punkt. Ist Ihre Betreffzeile schon gähnend langweilig, öffnet niemand das E-Mail. Wenn Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und eine sehr gute Liste (=E-Mail Adressen) haben, können Sie derzeit mit 3% bis 10% Öffnungsrate rechnen. Aus technischen Gründen kann die Öffnungsquote größer sein, denn werden Bilder/Images vom Empfänger unterdrückt, kann nicht gezählt werden. Was gerne im Dunkeln gelassen wird ist die Klickrate. Geklickt werden kann nur, wenn das E-Mail offen ist. Dort befinden sich die klickbaren Stellen in Form von Links. Es ist ein wenig unseriös Aussagen über die Klickrate abzugehen. Wenn der Inhalt Ihres Mails keinen Grund gibt zu klicken, wird es auch niemand tun. Z.B. "Zum Newsletter hier klicken" ist eine der denkbar schlechtesten Motivationen. Kurz gefasst: Sie alleine bestimmen die Höhe der Klickrate mit einem gelungenen Aufbau Ihres E-Mails.

Der vom Himmel gefallene Meister
Erfolgreiches E-Mail Marketing kostet viel Erfahrung. Führen Sie mehrfach unterschiedliche Kampagnen durch. Erst testen Sie verschiedene Betreffzeilen für die beste Öffnungsrate. Dann verschiedene Inhalte für eine bessere Klickrate. Keine Kampagne sollte die Mindestmenge von 25"000 unterschreiten, sonst sind die Ergebnisse statistisch nicht relevant. Eine gute Idee: Starten Sie zwei unterschiedliche Kampagnen zu je 25"000 zur selben Zeit. Denn andere Wochentage und Uhrzeiten bringen auch andere Ergebnisse.

R.C.

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