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Bringt der Kauf von E-Mail-Adressen wirklich Vorteile?

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Der Kauf von E-Mail-Adressen ist ein beliebtes Marketing-Mittel – vor allem um aggressive Werbung zu betreiben. Denn diese Methode ist schnell, einfach und unkompliziert und hilfreich, um auf einem Schlag an eine ganze Liste von Kontaktdaten zu kommen. Wer jedoch auch die Risiken betrachtet, wird schnell erkennen, warum diese Vorgehensweise auch sehr viele Nachteile mit sich bringt eher das Gegenteil erreicht. Wir haben die Gründe zusammengefasst, warum ein Kauf von E-Mail Adressen keine Vorteile mit sich bringt.


Gründe, warum ein Adresskauf eher schadet

Welches Unternehmen hat nicht auch schon einmal mit dem Gedanken gespielt, einfach eine Liste mit Mailadressen zu kaufen und so ganz einfach an eine Menge neuer Kunden zu kommen, die auch bei ihm kaufen. Doch ganz so einfach ist das leider nicht, denn der Mailempfänger ist meistens nur wenig an der Werbemail interessiert, löscht diese und markiert sie als Spam. Treffen dann beim Mail-Provider entsprechend viele Spambeschwerden ein, setzen diese den Marketer auf eine schwarze Liste und verhindern künftig eine weitere Versendung von Mails.
Warum schadet der Kauf von Mailadressen dem eigenen Marketing-Methoden?
Hinzu kommt, dass die meisten Daten dieser Listen falsch und fehlerhaft sind und bereits vor dem Versenden als Spam markiert werden – im schlimmsten Fall wird sogar die IP-Adresse blockiert. Aber auch die rechtliche Seite muss Beachtung finden, denn ein Versenden von Mails ohne ausdrücklicher Genehmigung des Empfängers ist in Deutschland wettbewerbswidrig und somit verboten.

Sicherlich haben einige Marketer auch Erfolg mit dem Kauf von E-Mail Listen und dem Versenden von Werbeangeboten. Doch dieser Erfolg ist meistens nur von kurzer Dauer, denn langfristig schadet diese Methode dem Image. Nachfolgend haben wir die fünf wichtigsten Nachteile zusammengefasst:

1. Nachteil: Adresskauf schädigt das Image des Marketer nachhaltig

Die meisten angeschriebenen Menschen sind zunächst einmal überhaupt nicht an Werbemails interessiert und stempeln solch eine Mail als Spam ab. Bei penetrantem Marketing per Mail schädigt diese Penetration den Ruf des Unternehmens.

2. Nachteil: Daten oftmals falsch und nutzlos

Die Adressverkäufer versprechen eine Fülle an Daten – was natürlich auf den ersten Blick auch so stimmt. Aber oftmals sind die Informationen und die Daten schlichtweg falsch und somit nutzlos. Gerne tauchen auch Mailadressen in diesen Listen auf, die überhaupt nicht mehr aktiv sind. Werden diese inaktiven Adressen dann für eine Mailingaktion benutzt, ist der Marketer als Spammer gebrandmarkt.

3. Nachteil: E-Mail Service Provider wird geschadet

In der Regel haben die E-Mail Service Provider in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt, dass Kunden keine Spams verschicken dürfen. Doch im Fall einer Mailingaktion lässt sich die IP-Adresse auf den Service Provider zurückführen. Das heißt, dass bei einer Versendung von Spam nicht nur der Ruf des Unternehmens selber leidet, sondern auch die Reputation des Providers.

4. Nachteil: Konkurrenz bewirbt u.U. gleiche Adressaten

Es gibt jede Menge andere Unternehmen, die unter Umständen exakt die gleiche Mail-Adressat-Liste besitzen – vielleicht ist sogar die eigene Konkurrenz darunter. Wer hier einen Vorteil für sich verbuchen möchte, muss es besser machen und selber kreativ und aktiv werden.

5. Nachteil: Falsche Personalisierung der Daten

Das Ziel einer E-Mail ist ein vertrautes und persönliches Verhältnis zum Kontaktierten. Das gestaltet sich mit einer gekauften E-Mail-Liste entsprechend schwer, denn diese Listen enthalten oft Fehler. Wer die E-Mail personalisiert und den Empfänger persönlich anredet, muss damit rechnen, dass die Informationen nicht stimmen und der Angesprochene eventuell gar nicht das Hobby hat oder dort arbeitet, wie der Verkäufer der Adresse angegeben hat. Diese Fehlinformationen führen dafür, dass der Marketer als unseriös eingestuft wird.

Fazit

Nur wenn der Mail-Adressen-Bestand überwacht und nicht mehr als eine Aussendung pro Woche unternommen wird, ist die Werthaltigkeit der Adressen auch langfristig gegeben.

Frank Große

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