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Das Firmen-Blog: Direkte Kommunikation mit dem Kunden

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Thema Web 2.0

Das Firmen-Blog:
Direkte Kommunikation mit dem Kunden

Wer Direct-Marketing ernsthaft betreibt, also direkt mit seinen Kunden Firmen Blog kommunizieren möchte und Wert auf dessen ehrliche Antworten legt, dürfte von den Möglichkeiten eines Firmenblogs begeistert sein. Denn ein Blog gibt jedem Unternehmen die Möglichkeit ohne Umwege, auf direktem Weg, mit seinen Kunden in den Dialog zu treten.
Blog: Direkte Kommunikation mit dem Kunden
Blog ist einen Kurzform von Weblog. Dieser Begriff setzt sich aus Web, für Internet, und Log für Logbuch zusammensetzt. Ein Blog ist also eine regelmäßig im Internet geführte, schriftliche Aufzeichnung. Dabei werden unterschiedliche Typen von Blogs unterschieden: Das Befindlichkeitsblog entspricht dem klassischen Tagebuch. Der Autor beschreibt täglich seine Erlebnisse, Gefühle und Erfahrungen. Das Themenblog widmet sich einem Thema. Das kann zum Beispiel ein Hobby sein aber auch eine wissenschaftliche Betrachtung. Im journalistischen Blog werden aktuelle Meldungen veröffentlicht.

Für Unternehmen interessant dürfte nur das Firmenblog sein. In diesen kommuniziert der Blogger/Unternehmer, was Leser im Internet interessiert. Das dürfte allerdings selten plumpe Werbung sein. Vielmehr sollten nutzwertige Tipps zu den Produkten oder Dienstleistungen, problemlösende Artikel und eventuell Hinweise auf besonders lukrative Angebote sein. Das Wesen des Blogs ist der Dialog: Leser (Kunden, ehemalige Kunden oder Noch-Nicht-Kunden) können das, was Sie im Blog veröffentlichen kommentieren. Das kann auch schon mal unangenehm sein. Zwar können Sie jeden Kommentar vor der Publizierung kontrollieren und sperren, was im Extremfall auch notwendig ist, ein wirkliches Gespräch kommt aber erst zustande, wenn Sie möglichst viel Offenheit zulassen. Denn gerade Beschwerden können vorzügliche Anregungen für Ihre Produktentwicklung sein oder Ihren Service deutlich verbessern helfen.

Technisch gesehen ist es kein großes Problem ein Blog einzurichten. Es gibt Anbieter, die mit standardisierten Vorlagen arbeiten. Das geht online zum Beispiel beim Google-Ableger www.blogspot.de oder bei www.blogger.com. Hier können Sie, nachdem Sie ein Grundlayout und einige Funktionen angelegt haben, direkt loslegen. Nachteil ist hier die fehlende Möglichkeit, die Gestaltung an Ihr Coporate Design anzupassen. Abhilfe schafft eine entsprechende Software, zum Beispiel das Open-Source-Produkt WordPress. Das Besondere an dieser, aber auch an den Standardlösungen ist, dass der Blog in XML (extensible Markup Language) aufgebaut wird. XML hat den gewaltigen Vorteil, dass dieses Format von Suchmaschinen sehr einfach gelesen und verstanden wird. Das könnte Ihr Ranking bei Google verbessern. XML erlaubt es auch, dass Leser bestimmte Teile des Blogs abonnieren können. Diese so genannten RSS-Feeds funktionieren ähnlich wie ein Newsletter. Das heißt, wer sich für Ihren Blog interessiert, bekommt bei jedem neuen Eintrag eine entsprechende Nachricht. Er findet diese allerdings nicht in seinem E-Mail-Postfach, sondern in einem RSS-Reader. Da der Abonnent freiwillig diesen Service gewählt hat, sind die rechtlichen Fallstricke deutlich geringer als bei einem klassischen E-Mail-Newsletter.

Richard Lamers, M.A.

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