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E-Mail-Marketing: Schön und gut: Die Gestaltung

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Thema E-Mail Marketing

Schön und gut: Die Gestaltung

Wie eine Zeitung oder Zeitschrift, will auch ein E-Mail-Newsletter gestaltet werden. Dabei spielen neben dem ansprechenden und übersichtlichen Äußeren auch technische Implikationen eine Rolle.
E-Mail-Newsletter: Achtung Abmahnung
HTML oder Text? Das ist die grundlegende Frage, wenn es um die Gestaltung eines E-Mail-Newsletters geht. Reine Text-Newsletter sind in der Darstellung sicherer, da der Browser des Empfängers diesen in der Regel 1:1 umsetzen. Bei HTML (= Hypertext Markup Language) muss das nicht unbedingt sein. Falsch dargestellte Newsletter sind sowohl für den Empfänger als auch für den Absender ein Ärgernis. Doch wer nun glaubt, mit einem reinen Text-Format auf der sicheren Seiten zu sein, der irrt. Auch hier kann es zu unterschiedlichen Darstellungsformen kommen. So bedingt schon der Schrifttyp eine Änderung der Darstellung. 60 Zeichen sind beispielsweise in Arial länger als in einer nicht proportionalen Schrift, was sich auf das Erscheinungsbild des Textes erheblich auswirken kann. Jedes Sonderzeichen ist eine Stolperfalle in der Darstellung. Deshalb ist es nicht empfehlenswert einen Text in Word zu schreiben und mittels „Kopieren und Einfügen“ in den Newsletter einzubauen. Anzuraten ist hier ein reiner ASCII-Text-Editor, der keine Formatierungen erstellt. Deshalb gilt auch in Text-Newsletter: Vor Versand die Darstellung kontrollieren. Eine Voransicht ist bei allen Newslettern-Versendern möglich und sollte unbedingt genutzt werden.

Schöner und flexibler als reine Text-Newsletter sind Newsletter im HTML-Format. Denn hier lassen sich grafische Inhalte einbinden, das Corporate Design des Absenders lässt sich besser darstellen und die Interaktionsmöglichkeiten sind größer. HTML macht es möglich, in Newslettern theoretisch alle Techniken der Gestaltung zu verwenden. Die unterschiedlichen Interpretationen von HTML in E-Mail-Software schränken diese Möglichkeiten jedoch erheblich ein. In der Praxis empfiehlt sich deshalb ein sehr einfaches HTML zu verwenden. Auch hierbei sind Hyperlinks, Tabellen, Farben und Farbflächen sowie Bilder möglich. Bei der Darstellung von Bildern gibt es zwei Möglichkeiten: Beim Online-HTML werden diese nicht in den versandten E-Mails mitgeschickt, sondern sind hinterlegt und werden erst dann vom Empfänger abgerufen, wenn er die E-Mail liest und eine Internetverbindung besteht. Ist keine Verbindung vorhanden oder verbieten die Sicherheitseinstellungen die Einblendung, werden leere Kästen angezeigt. Offline-HTML-Newsletter versenden Grafiken und Bilder direkt mit den E-Mails, so dass sie auch ohne Internetverbindung angezeigt werden. Beim Newsletter-Versender entstehen aber dadurch höhere Versandkosten, der Empfänger hat längere Downloadzeiten.

Das Programmieren von HTML-Newslettern ist nicht einfach. Selbst wenn Sie Programmierkenntnisse in HTML für Webseiten haben, könnten Sie am E-Mail-Newsletter scheitern. Denn das HTML für die Gestaltung im Internet ist nicht identisch mit dem HTML für die Gestaltung von E-Mails. Einfacher ist es, einen Versender oder ein Programm zu nutzen, dass mit Templates, also HTML-Schablonen arbeitet, die dann entsprechend Ihren Vorgaben zusammengesetzt werden.

Professionelle Versender nutzen häufig das Format MIME-Multipart. Dabei wird eine Text- und eine HTML-Variante verschickt. Die technische Ausstattung des Newsletter-Empfängers fragt dann im Hintergrund ab, welche Version angezeigt werden kann. Eher selten werden Newsletter als PDF (Portable Document Format) versandt. PDFs haben den Vorteil, dass sie optisch ansprechend gestaltet werden. Auch die Darstellung beim Empfänger ist immer gleich. Das Dokument ist aber meist sehr datenintensiv und ein (aktueller) PDF-Reader muss immer vorhanden sein.

Richard Lamers, M.A.

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