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PR2.0: Pressearbeit über das Internet

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Stellen Sie Ihre Pressemeldung in einer der zahlreichen Presseportale ein. Diese werden von Journalisten besucht, die ein bestimmtes Thema recherchieren.

PR2.0: Pressearbeit über das Internet

In Zeitalter von Web2.0 haben sich auch die Spielregeln der Public Relations geändert. Während klassische PR von dem eher starren Dreieck Sender (Unternehmen), Mittler (Journalist) und Empfänger (Kunde, Zielgruppe) ausgeht, ist nun Bewegung in das Beziehungsmuster gekommen. Der Sender ist stärker auch zum Empfänger geworden, da die Möglichkeiten des Dialogs größer geworden sind und der Journalist als Nadelöhr für Informationen hat an Bedeutung verloren.

Dennoch funktioniert Online-PR grundsätzlich ähnlich wie klassische PR. Nur dass Sie jetzt mehr Werkzeuge zur Verfügung haben. Prinzipiell gilt aber auch hier: Vor dem Start jeder Aktivität überlegen Sie sich, was Sie erreichen wollen, mit welchen Mitteln und zu welchem Zeitpunkt. Analog zur konventionellen PR funktioniert Online-Pressearbeit: Sie schreiben eine Presseinformationen nach journalistischen Regeln und verschicken diese an Journalisten, die bei Print- und Online-Medien, beim Fernsehen und beim Rundfunk arbeiten. Dazu nutzen Sie Ihren eigenen Verteiler, gekaufte Verteiler und/oder einen Versender im Internet. Dieser Service ist in der Regel kostenpflichtig.

Eine zusätzliche Möglichkeit ist es, Ihre Pressemeldung in einer der zahlreichen Presseportale einzustellen. Diese werden von Journalisten besucht, die ein bestimmtes Thema recherchieren. Hier trennt sich allerdings auch die Spreu vom Weizen. Natürlich wissen die Journalisten, dass die Qualität der dort hinterlegten Texte recht unterschiedlich ist. Also gilt auch hier, durch guten Content überzeugen. Das Abspeichern und Archivieren ist für den Nutzer unkompliziert und kostenlos. Texte können allerdings vom Betreiber des Portals auch abgelehnt werden. Diese filtern nicht nur gesetzwidrige Inhalt sondern auch rein werbliche Texte aus.

Die Nutzung von offenen Presseportalen ist grundsätzlich zu empfehlen. Zwar erreichen Sie Journalisten besser über einen ordentlich zusammengestellen Presseverteiler, aber die Möglichkeit, dass Medienvertreter Ihre Meldungen über Recherche oder Suchmaschinen finden, ist gegeben. Auch Ihr Suchmaschinen-Ranking könnte verbessert werden, da Sie mit Hilfe Ihres Textes auf Ihre Homepage verlinken.

Typisch für Web2.0 ist allerdings weniger die Journalistenansprache, sondern der Dialog mit den Kunden. Das heißt, Sie sollten schon beim Verfassen Ihrer Meldung daran denken, dass Sie für diesen schreiben. Das sollte Sie nicht dazu verleiten, einen Werbetext zu verfassen. Auch der Kunden kann mit einer Meldung mehr anfangen als mit einer simplen Produktdarstellung. Sie könnten allerdings hier eine neue Darstellungsform einsetzen. Die Social Media Release (SMR) unterscheidet sich von einer Pressemitteilung dadurch, dass eher stichwortmäßig und mit Verlinkungen gearbeitet wird und weniger mit Fließtext. Die SMR besteht aus dem eigentlichen Inhalt, dargestellt mit Aufzählungspunkten, einer knackigen Überschrift, Kontaktfeld, Links, Social-Bookmarkings, Tags, das sind Stichworte für Leser und Suchmaschinen, multimedialen Inhalten und Trackbacks. Trackbacks verweisen auf Stellen im Internet, an denen bereits über das Thema diskutiert wird und die auf die mit der SMR in Verbindung stehen. Eine gut gemachte, mit relevanten Inhalten gefüllte SMR wird von Bloggern, Kunden aber auch Journalisten als Informationsmedium geschätzt.

Richard Lamers, M.A

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