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Twitter, Bloggen und SMS, Ratgeber

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Neue Kommunikationskanäle für das Direktmarketing?

Twitter, Bloggen und SMS

Die Welt verändert sich.
Die Welt verändert sich immer schneller.
Noch vor einigen Jahren bestand das Direktmarketing aus Briefen, Faxen und gelegentlichen Telefonanrufen.
Twitter, SMS, Bloggen
Heute sind Callcenter und Internet-Newsletter der Standard.
Gleichzeitig zeichnen sich neue Kommunikationskanäle ab:

Twitter, Bloggen und SMS beeinflussen das Kommunikationsverhalten und stellen somit auch noch Optionen für die Marketingkommunikation dar.

Im Folgenden werden diese Kommunikationskanäle hinsichtlich ihrer Marketingtauglichkeit unter die Lupe genommen:

Twitter? SMS
Der „Short Message Service“ ist eine Institution und simsen steht im Duden. Jugendliche tippen sich die Finger wund und es ist bekannt, das selbst unsere Bundeskanzlerin bevorzugt simst. Aber ist das simsen auch als Direktmarketingkanal geeignet? Grundsätzlich ist dieser Kommunikationskanal für kurze Erinnerungsimpulse nahezu perfekt, da das Signal des Mobiltelefons unbedingt beachtet und eine kurze Nachricht auch sofort registriert wird.

Allerdings machte in der Vergangenheit der betrügerische Missbrauch von SMS mit Rückrufoptionen Schlagzeilen und das Bundesdatenschutzgesetzt (BDSG) verbietet mit seinem jüngsten Entscheid auch die Neukundengewinnung durch unaufgeforderte Erstkontakte per SMS.

So eignet sich das SMS im Marketing fast nur noch, um Bestandskunden auf neue Highlights hinzuweisen: Idealerweise werben so Mobilfunkanbieter für neue Tarife, der Buchclub verkündet eine Neuerscheinung von dem abonnierten Lieblingsautor oder die Apotheke weist darauf hin, dass in einer Woche ein neues Rezept für den chronisch Kranken eingelöst werden muss.

Für derartige Anwendungen ist die SMS allerdings äußerst effizient.

Bloggen
Ursprünglich waren Blogs private Tagebucheintragungen und dies sind sie auch überwiegend noch heute. Ganz normale Menschen berichten der Weltöffentlichkeit ihr Alltagsleben, regen sich über Schulnoten auf, schreiben täglich, was sie zu Mittag kochen oder prahlen mit ihren Erfolgen beim Freizeitfußball. Aber auch hier werden Stars geboren und einzelne Blogs sind Kult mit täglich vielen tausend Besuchern aus aller Welt. Einen Meilenstein für Blogs im Marketing setzte Hape Kerkeling:

Als Horst Schlämmer bemühte er sich um seinen Führerschein, erzählte via Video-Blog von seinen abenteuerlichen Bemühungen unter Nutzung des VW-Fahrschulwagens und generierte laut Agentur Tribal DBB hierbei 90.000 Interessenten für VW zwischen 18 und 40 Jahren mit einem gehobenen Bildungsniveau nach bereits nur knapp 5 Wochen. Der Automobilhersteller VW outete such erst gegen Ende der Kampagne als zahlender Auftraggeber. Laut Branchenanalysen war der Schlämmer-Blog sowohl hinsichtlich der absoluten Zahl der generierten Interessenten als auch in Bezug auf die Kosten-Nutzen-Relation ein positiver Rekord.

Erfolgreich Bloggen kann eigentlich jeder. Der Blog ist eine Demokratisierung des Marketing, weil er weniger nach einzusetzendem Kapital, als nach Geisteskraft verlangt. Durch die Kommentarfunktion findet darüber hinaus noch eine inspirierende Interaktion mit dem eigenen relevanten Markt – dem Leser – statt.

Twitter
Twitter ist der neueste Schrei in der schrillen, bunten Werbewelt und irgendwie eine Mischung aus SMS und Blog: Registrierte Nutzer können kurze, schriftliche Nachrichten von maximal 140 Zeichen absetzen, welch dann von der Weltöffentlichkeit oder zumindest von der Twitter-Gemeinde gelesen werden. Diese kurzen, prägnanten Nachrichten können dank multipler Schnittstellen bereits an dritte Dienste wie Instant Messaging oder Mobiltelefone gesandt werden. Aufgrund der Popularität und Schnelligkeit von Twitter speisen inzwischen seriöse Nachrichtenagenturen oder auch das weiße Haus und Downing Street No 10 regelmäßig Kurznachrichten bei Twitter ein. Als Marketinginstrument nutzen zur Zeit noch eher celebrities wie Demi Moore und Ashton Kutcher Twitter für ihre Imagepflege. Ich bin aber überzeugt, dass die Marketingstrategen nahezu aller größeren deutschen Unternehmen bereits bei www.twitter.com registriert sind, um ja keine Entwicklung zu verpassen. Sie tüfteln und knobeln und in naher Zukunft schart sich die wachsende deutsche Twittergemeinde um die ersten Werbebotschaften, die exakt 140 Zeichen lang sind und uns überall erreichen.
Das wird wieder einen Hype auslösen.
Es wird wieder Marketingpreise und Auszeichnungen hageln.
Und es wird vom nächsten Trend abgelöst werden.

Wann wird es als extravagant, chic und auffällig gelten, einen echten Brief per Post zu schicken?
Ich glaube, bald!

Dipl.-Kff. Marion Frettlöh

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