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Verkaufen mit der Strategie des guten Gewissens

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Eine oft erfolgreiche Verkaufsstrategie im Direktmarketing zielt auf das gute Gewissen, das die Menschen haben wollen (und indirekt auf das schlechte Gewissen, das sie vielleicht haben)

Verkaufen mit der Strategie des guten Gewissens

Sogar Spendenaufrufe von Non-Profit-Unternehmen arbeiten mit dem Gewissen und zielen auf dieses. Natürlich soll es an dieser Stelle eher um Verkaufsmailings gehen, aber schauen Sie bei Gelegenheit doch einmal einen Spendenaufruf mit neugierigen Augen an. Das kann auch als Verkaufsstrategie funktionieren! Der Wunsch nach einem guten Gewissen ist gerade in Zeiten des Umweltschutzes, des Tierschutzes, des Klimawandels, der Flüchtlingsströme weit verbreitet. Versuchen Sie einmal, die Organisationen in Ihrer Stadt zu zählen, die in irgendeiner Weise eine "bessere Welt" anstreben. Die Zahl wird enorm groß sein! Mit der Beruhigung, einen Beitrag zu einer besseren Welt geleistet zu haben, etwas Gemeinnütziges unterstützt zu haben, kann man prima verkaufen, auch wenn man keine Non-Profit-Organisation ist.
Strategien des guten Gewissens

Wie Sie das "gute Gewissen" zum Verkaufen im Werbebrief einsetzen

Kunden, die etwas kaufen wollen, haben die große Wahl unter unzähligen Produkten, Verkäufern und Herstellern. Man muss also in den Abwägungsprozess, in dem der Kunde entscheidet, wem er vertraut, gekonnt im eigenen Sinne mit dem Direktmarketing eingreifen. Je teurer das Gut, desto genauer wird der Kunde hinschauen, kritisch abwägen und überlegen. Die Fragen des nagenden Gewissens kennen wir alle: Habe ich mich richtig entschieden? Handele ich ökologisch verträglich? Und sozial verträglich? Bin ich politisch korrekt? Setze ich mich genug für andere Menschen ein? Verfolge ich gerechte globale Interessen? Bin ich in meinem Engagement auf der Höhe der Zeit? Kenne und beachte ich alle relevanten Kriterien? Hier setzen Sie als Verfasser mit ihrem Werbebrief an. Verschaffen Sie Ihrem Kunden schon vor dem Kauf ein gutes Gewissen und die Möglichkeit, sich vor sich selbst zu rechtfertigen. Dies erreichen Sie, indem Sie Ihrem Kundenkreis mit dem Werbebrief klar machen, dass Sie Ihr Produkt guten Gewissens kaufen können. Das "Gute", das Ihr Produkt erreicht, kann z. B. sein:
ökologisch verträglich
umweltfreundlich hergestellt
wissenschaftlich abgesichert
gut für die Figur
gut für die Gesundheit
gegen den Klimawandel engagiert (z. B. wenig CO2-Ausstoß)
Ihr Unternehmen ist für benachteiligte Minderheiten engagiert (z. B. Migranten, Flüchtlinge, Kranke etc.).
in der Forschung oder Ausbildung engagiert
überdurchschnittliche Garantiezeit und -leistung (So weiß der Kunde, dass er bei Problemen mit dem Produkt mit Kulanz und unkomplizierter Hilfe rechnen darf.)
In Zeiten des globalisierten Kapitalismus und der immer häufigeren Auslagerungen von Unternehmen in Länder, die billiger produzieren, können Sie im Direktmarketing das Nationalbewusstsein ansprechen: "Wir produzieren ausschließlich in der Schweiz." Oder Sie weisen darauf hin, dass Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair behandeln.
u. v. m.
Einige Formulierungen als Beispiele:
"auf rein pflanzlicher Basis hergestellt"
"Greifen Sie sofort zu - dem Klima zuliebe"
"unter wissenschaftlicher Aufsicht hergestellt"
"Bei uns garantieren strenge Kontrollen höchste Qualitätsstandards."
"So haben Sie das beruhigende Gefühl, alles für Ihr Kind getan zu haben."
"unser Light-Produkt ohne Reue"
"Wir achten auf Ihre Gesundheit."

Fedor Singer

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