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Facebook & Co: Wie sind angesagte Portale für das Direktmarketing nutzbar?

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Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und Co:
Wie sind die angesagten Portale für das Direktmarketing nutzbar?
Gerade bei einem jüngeren Zielpublikum haben soziale Medien und Onlineportale eine enorme Bedeutung. Hier stellen wir die angesagtesten Sites vor und erläutern ihre Potentiale für das Direktmarketing.

Wie sind die angesagten Portale für das Direktmarketing nutzbar?

Facebook

Trotz der zunehmenden öffentlichen Kritik insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes ist Facebook sicherlich immer noch das beliebteste Sozialnetzwerk. Nach Angaben des Unternehmens nutzen über eine Milliarde Anwender weltweit dieses Medium, in Deutschland soll es je nach Statistik um die 27 Millionen Nutzer geben. Diese Zahl ist aber wahrscheinlich um einen nicht unerheblichen Anteil von falschen und ungenutzten Profilen zu bereinigen. Ursprünglich war es die Intention von Facebook, dass man mit den Menschen in seinem Leben in Verbindung treten und mit diesen Inhalte teilen kann. Facebook hat sich jedoch in den knapp 10 Jahren seiner Existenz zu dem größten offenen Netzwerk der Welt entwickelt. Zwar nutzen immer noch viele Privatpersonen facebook zur Selbstdarstellung und Kommunikation, zunehmend wird das Medium aber von Prominenten, Organisationen, Interessengruppen und Unternehmen zur gezielten und gesteuerten Selbstdarstellung genutzt. Das eigene Profil kann über tägliche, kurz gefasste Bilder und Inhalte interessant gehalten werden und damit Abonnenten, sogenannte follower gewinnen. Zu diesen Abonnenten kann gezielt eine Kundenbindung aufgebaut werden und eine gut gepflegte facebook – Präsenz entwickelt sich schnell zu einer „Fanseite“. Genauso kann das werbende Unternehmen Nutzer ansprechen, um diese sie auf die eigene facebook-Präsenz aufmerksam zu machen. Dies ist gerade dann erfolgversprechend, wenn die gesuchten Nutzer ihre Interessen und Vorlieben dokumentiert haben und sich so selbst als potentiellen Käufer kennzeichnen. Um aber tatsächlich auf facebook erfolgreich zu sein und um dieses Medium positiv zu nutzen, ist eine permanente Kommunikation mit den Anwendern unerlässlich. Dazu gehört ein stetiger Strom von Nachrichten und Bildern, Reaktion auf Kommentare und Interaktion durch Gewinnspiele und Promotionaktionen.
Bekannte Wettbewerber von facebook sind StudiVZ und SchülerVZ, stayfriends oder XING, wobei diese Portale schon deutlichere Schwerpunkte hinsichtlich ihrer Zielgruppen und Ausrichtung setzen.
Status 2015: Für die Bewohner der virtuellen Welt ist ein Unternehmen ohne aktive facebook – Präsenz nicht existent. Gute Pflege der Präsenz ist unabdingbar. Mittelfristig sollten Unternehmen sich spezialisiertere Netzwerke und Portale suchen.

Twitter

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst im wahrsten Sinne des Wortes, denn das beliebte System erlaubt pro Nachricht (Tweet) nur 140 Zeichen. Dies entspricht exakt der Länge des vorangegangenen Satzes. Besonders prägnant ist der „Hashtag“ (#), welcher eine gezielte Suche nach Schlagwörtern erlaubt. Dieser Dienst wird zunehmend auch von der Privatwirtschaft genutzt, um Produktinformationen mit den Endkunden zu kommunizieren. Ein besonders erfolgreiches Beispiel für direkte Kundenbetreuung via Twitter ist Microsoft. Das Unternehmen durchkämmt systematisch alle Tweets nach relevanten Schlüsselwörtern und wenn ein Nutzer eine Frage zur XBox veröffentlicht, wird sie möglicherweise zeitnah und direkt von Microsoft beantwortet. Auch wird das sogenannte Mikro-Blogging explizit genutzt, um zum Beispiel in einer definierten Mustergruppe Marktforschung zu betreiben.
Status 2015: Interessanter Dienst mit Zukunft und Potential für Unternehmen, besonders wenn ein zusätzlicher Service etabliert werden kann.

Instagram und Pinterest

Instagram und Pinterest teilen Bilder und auch diese Dienste arbeiten mit Abonnenten und der Möglichkeiten, Favoriten zu kennzeichnen. Diese Medien eignet sich besonders für kreative Unternehmen aus der Welt der Mode, Kunst oder Konsumgüter, da hier rein visuellen Reize angesprochen werden. Es können eigene Kampagnen über diese Bilder generiert werden, denn die Bilder selbst erzählen Geschichten. Bei Instagram wird allerdings keine URL verknüpft und ein „Teilen“ einer Favorisierung ist ebenfalls nicht möglich. Trotzdem werden täglich Millionen von Bildern hochgeladen und vielfach betrachtet. Dies dient in erster Linie der Unterstützung von Imageaufbau und Markenbekanntheit. Pinterest gewinnt aktuell durch eine Zusammenarbeit mit Twitter an Bedeutung und ist für das Direktmarketing zunehmend interessant, da speziell visuelle Einkaufstipps hochgeladen werden.
Status 2015: Nur relevant für Imagekampagnen.

YouTube

YouTube ist ein Videokanal, welcher es ermöglicht, kostenlose Clips anzusehen und nahezu jedermann kann auch eigene Werke hochladen. In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren lustige Clips, Musikvideos und die Selbstdarstellung jugendlicher „YouTube-Stars“, aber zunehmend entdecken seriöse Unternehmen den Kanal für ihre Zwecke. So ist es möglich, durch verfilmte Gebrauchsanleitungen oder Anwendungsbeispiele den Kunden einen zusätzlichen Nutzen zu bieten. Diese dient nicht nur der Kundenbindung, es ist als Service durchaus auch ein Potential zur Neukundengewinnung. Besonders beliebt ist die Kommentarfunktion, welche zu jedem Clip sowohl Bemerkungen der Nutzer, als auch Antworten des Unternehmens zulässt. So zeigt der Tütensuppenhersteller Knorr Schritt für Schritt die Zubereitung eines Nudel-Lachs-Auflaufs während Stihl eine Machbarkeitsstudie zur neuesten Kettensägengeneration bildgewaltig veröffentlicht.
Status 2015: Bildgewaltiges Medium der Zukunft und die Nutzung durch Unternehmen steht erst am Anfang. Anwendung für technische Dokumentationen, Gebrauchsanleitungen, Anwendungsbeispiele und Imagekampagnen möglich, dabei direkte Kommunikation mit Zielkunden.

Fazit

Das noch junge Segment der Portale, Netzwerke und Online-Dienste bietet vielschichtige und durchaus erfolgversprechende Potentiale für das Direktmarketing. Wer sich im Markt behaupten will, kommt an diesen Medien nicht vorbei. Auch darf man durchaus gespannt sein, wie sich diese Dienste in den kommenden Jahren entwickeln. Jeder Unternehmer, welcher diese Dienste für seine Zwecke nutzen möchte, muss sich allerdings bewusst sein, dass jedes einzelne Medium nahezu tagesaktuell gepflegt sein möchte, denn gerade in der schnelllebigen Online-Welt gieren die Nutzer nach stets aktuellen und immer neuen Bildern und Nachrichten. Erste Marktforscher beschreiben jedoch schon eine Renaissance des klassischen, per Post versandten Briefes. Dies erfolgt mit der Begründung, dass dieser Kanal aufgrund der boomenden Onlinewelt jüngst vernachlässigt wurde.

Dipl.-Kff. Marion Frettlöh

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