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Podcasts: Radio zum Mitnehmen

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Podcast? Eine Zusammensetzung aus iPod, Apples populären MP3-Player und Broadcast

Podcasts: Radio zum Mitnehmen

Dialog bedeutet reden und zuhören. Das Web 2.0 gibt Unternehmern einige Werkzeuge in die Hand, wie sie mit ihren Kunden und zukünftigen Kunden in Kontakt treten können. Eines davon ist dem direkten Gespräch sehr nahe, weil es aus Sprache besteht. Die Rede ist von dem so genannten Podcast. Das Wort ist eine Zusammensetzung aus iPod, Apples populären MP3-Player und Broadcast, also Rundfunkübertragung. Ein Podcast ist also eine Radiosendung, die als MP3-Datei produziert und gehört wird. Die Firma Apple hat damit allerdings nichts zu tun. Das Besondere an dieser modernen Form des Radiohörens ist, dass nicht mehr der Radiosender bestimmt, wann etwas gehört wird, sondern der Hörer, der den Podcast auf dem Weg zur Arbeit, beim Joggen oder nach Feierabend genießen kann - wann immer er will also.

Entstanden sind Podcast, ähnlich den Blogs, eher aus Mitteilungsbedürfnis einzelner Menschen. Erst später sind die großen Hörfunksender, die einen Teil ihres Programms als Podcast zu Verfügung stellen und Unternehmen auf den Zug aufgesprungen. Zahlreiche Podcasts haben diesen privaten Charakter behalten. So berichtet ein passionierter Schachspieler über seine Turniererfolge und gibt Nachwuchsschachspielern Tipps, ein Musikliebhaber stellt seine ganz persönliche Auswahl an Stücken vor oder eine Gruppe von Historikern diskutiert über neue Quellenfunde.

Im Bereich der Unternehmenskommunikation gehört der Podcast schon fast zu den Klassikern im direkten Kontakt zu den Kunden. Nach einer bereits im Jahr 2007 veröffentlichten Studie der House of Research GmbH werden Podcasts von Unternehmen als "innovativ und kreativ" eingestuft. Großer Vorteil des gesprochen Wortes ist die hohe Emotionalität. Gerade für kleinere Unternehmen besteht so die Chance eine persönliche Bindung zum Kunden aufzubauen.

Wie bei allen Formen des Direktmarketings steht auch bei der Podcast-Produktion am Anfang die Frage, wen will ich womit erreichen. Sie sollten sich also überlegen, wer als Podcast-Hörer Ihren Dienst abonnieren könnte und was er über Sie, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung erfahren möchte. Wenn Sie die Inhalte der ersten so genannten "Episoden" geklärt haben, geht es an die eigentliche Podcast-Produktion. Das können Sie im Prinzip selbst: PC, Software (z.B. von www.audacity.de) und ein Mikrofon reichen. Doch da die wenigsten Unternehmer Zeit und Können haben, um so einen Podcast selbst zu sprechen, zu schneiden und zu produzieren, bietet sich hier an, eine spezialisierte Agentur zu beauftragen. Die Kosten dafür sind in der Regel überschaubar, besonders wenn Sie rechtefreie Musik verwenden. So sparen Sie die häufig hohen GEMA-Kosten.

Wenn Sie schließlich Ihre erste Episode in Händen halten, es handelt sich dabei um eine Datei im MP3-Format, muss diese noch über das Internet veröffentlicht werden. Mittels ID3-Tages wird der Podcast noch durch einen kurzen Text beschrieben und mit einem Foto oder Logo versehen. Dieses erscheint dann beim Hören auf dem MP3-Player, ist also ein zusätzlicher Werbeeffekt. Der Podcast sollte natürlich auf Ihrer Homepage veröffentlicht werden. Mittels eines RSS-Feeds können interessierte Kunden neue Episoden abonnieren. Zusätzlich lohnt sich den Podcast über entsprechende Portale (www.apple.com/de/itunes, www.podster.de, www.dopcast.de) zu veröffentlichen. Auch Hinweise in der Offline-Welt dürfen nicht fehlen. Ein Hinweis auf Ihrem Geschäftspapier dürfte hier zum Beispiel seine Wirkung entfalten.

Richard Lamers, M.A

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